Single-Source Strategie

Fragen und Diskussionen rund um die Entwicklung von Hard- und Software.

Single-Source Strategie

Beitragvon Dr Christoph Lehnberger » Do 26. Apr 2018, 07:10

Hallo Forum,

Es gibt Branchen (Bahn, Schiffahrt, ...), in denen eine Lieferfähigkeit von Elektronik über Jahrzehnte gefordert wird. Daher sollten alle Kaufteile mit einer second-Source und manchmal mit einer third-Source abgesichert sein.

Bei Halbleitern geht das ganze kaum. Prozessoren sind i.d.R. Hersteller-spezifisch, und werden nur für wenige Jahre produziert.

Wie geht man bei solchen Fällen vor?
Gibt es hierzu einen festgeschriebene Plan? In einer Norm?
Ideen habe ich einige (Einkauf eines 50-Jahres-Bedarfs, gute Lagerung, ...), aber ich hoffe auf einen Tipp zu einer allgemein anerkannten Strategie.

Vielleicht liest dies hier jemand, und kennt sich noch aus.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

i.V. Dr. Christoph Lehnberger
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Re: Single-Source Strategie

Beitragvon MMansfeld » Sa 5. Mai 2018, 21:19

Keine Spezialprozessoren, sondern die absoluten Brot-und-Butter-"Arbeitstiere" nehmen, bei denen es teils durchaus Second Source gibt und/oder häufig pinkompatible Derivate (abwärtskompatible Nachfolger, ggf. verbesserte Nachfolger). Sonderfunktionen entweder komplett in Firmware erledigen oder komplett "diskret" ganz auslagern vom Prozessor, um nicht von ganz bestimmter Zusatzfunktionalität auf dem speziellen Prozessor abhängig zu sein.
Große FPGAs nicht komplett vollstopfen - erhöht die Chance, notfalls mit einem FPGA aus einem komplett anderen Stall die ursprüchliche Funktionalität möglichst pinkompatibel ebenfalls hineinzubekommen....
Nur mal zwei Ideen....

mfG Matthias Mansfeld

PS.: Wenn ich so die Anzahl Anfragen und die ganz spärlichen Antworten sehe - wann sieht der FED ein, daß das Forum so gut wie tot geboren wurde und auch nicht mehr lebendiger wird!?
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