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Ringkern identifizieren

BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2015, 16:58
von MMansfeld
Hallo in die Runde,

ich suche sachdienliche Hinweise zur Identifikation eines Ringkerns (hersteller, Typ).
Das fragliche Gerät, wo dieser Kern drin ist, wurde in den frühen 2010er-Jahren in Australien gefertigt, es gibt keinerlei Unterlagen/Dokumentation, einfach nix.

Außendurchmesser 13,3 mm, Innendurchmesser 6,2 mm, Höhe 6,8 mm
Farbe: grau

Anwendung als Filter zur Unterdrückung von Gleichtaktstörungen, als Gegentakt-Nutzsignal durchgeleitet wird 13 MHz "HF" für eine RFID-Reader-Antenne.

Konkrete Bewickelung ist verdrillter Cu-Lackdraht, Schaltung entsprechend der Nutzung als stromkompensierte Drossel mit 2x 10 Wdg.

Gemessen habe ich mit einem kleinen, rel. primitiven Handgerät, kleinster Meßbereich 2mH (suboptimal...): Eine Wicklung allein gemessen 11µH, beide korrekt in Reihe 57µH, macht nach Adam Riese Al-Wert 110nH bzw. 142nH (sieht nicht sonderlich präzise aus - eher Hausnummern zur Orientierung).

Einen passenden Kern mit ungefähr dem Formfaktur und einem ungefähr dazupassenden Al-Wert habe ich weder bei Epcos/TDK noch bei Ferroxcube gefunden (bei letzteren eventuell nur übersehen?).

Hat noch jemand eine Idee, welche anderen Hersteller Kernchen in der Größe mit so hinreichend niedrigen Werten im Sortiment haben?

Vielen Dank für Hinweise jeder Art!

Viele Grüße
Matthias Mansfeld

Re: Ringkern identifizieren

BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2015, 21:10
von Bernd Wiebus
Hallo Herr Mansfeld.


> Farbe: grau

Vieleicht Amidon? Die haben auch eine Kennfarbe "Grau", allerdings für verschiedene Materialien.

> Hat noch jemand eine Idee, welche anderen Hersteller Kernchen in der Größe mit so hinreichend
> niedrigen Werten im Sortiment haben?

Das ist eher typisch für Breitbandübertrager und Baluns. Und typisch für Eisenpulver. Eisenpulver ist ausserdem linearer als Ferrit, gegen Verzerrungen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

Re: Ringkern identifizieren

BeitragVerfasst: Mi 7. Okt 2015, 15:29
von MMansfeld
Balun, da war was *hirnpatsch* jetzt versteh ich, was der da macht. Der filtert nicht, es ist ein Balun (eigentlich logisch). Vorne kommt die HF über ein Koaxkabel (nicht definierter Impedanz über *schauder* Cinchbuchse, aber funktioniert, OK, 13 MHz ist für manche noch Gleichstrom.....) - also unsymmetrisch. Hintenraus geht es dann völlig symmetrisch weiter über einen Haufen schaltende PIN-Dioden auf 6 gleichartig gebaute, überlappende Loopantennen, also symmetrisch....