IMS: Lötstelle bricht bei Thermozyklentest

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IMS: Lötstelle bricht bei Thermozyklentest

Beitragvon MMandl » Mo 22. Dez 2014, 10:56

Hallo!

Ich habe bei einem Produkt folgendes Problem.

Aufbau: IMS: 1.5mm Alu, 100µ Dielektrikum, 35µ Kupfer, 10-30µ Lötstopplack
Bestück mit div. Bauteilen und unter anderem: MELF Widerstände
Type: MMB0207 von VISHAY

Im Zuge eines Thermozyklentests (-40°C auf +105°C mit 4°/Min und teilweise Betrieb) sind Lötstellen auf einer Seite der Widerstände gebrochen. Siehe Schliffbild

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Habt ihr Ursachen- und Lösungsansätze?
Danke im Voraus!

fg
Mike
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Re: IMS: Lötstelle bricht bei Thermozyklentest

Beitragvon Bormeister » Di 20. Jan 2015, 10:59

Hallo,
Alu dehnt sich etwa 3x so stark wie Keramik (Al2O3) aus. Wenn dann bei -40°C der Widerstand noch beheizt wird, ohne das Alu nennenswert mitzuwärmen, dürfte die Lötstelle reißen.
Besonders kritisch dürfte Pulsbetrieb bei -40°C sein.
Der Effekt tritt ebenfalls bei großen Keramikkondensatoren auf Leiterplattenmaterial auf.

Eine kostengünstige Lösung kenne ich nicht, für viel Geld lassen sich bestimmt Widerstände aufdrucken oder es gibt Widerstände mit Ausgleichselement (vergleichbar mit den Pins der Tantalkondensatoren)

Achtung, bei Minimelf können auch die internen Kontakte zwischen Keramik und Kappe reißen. Daher ist die Lötstelle nicht nur allein gefährdet.

Das sollte auch auf das bleifreie Löten zurückzuführen sein. Eine verbleite Lötstelle ist da "gemütlicher" weil weicher. Die Physik gilt aber auch dort.
Bormeister
 
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